Chronik

Die Geschichte Althofens

3. Jhdt. v. Chr.: Kelten gründen das Königreich Noricum und kommen in die Gegend um Althofen. Früheste Ansiedlungen oberhalb des Kalvarienberges.

45 n. Chr.: Noricum wird römische Provinz. In der Nähe des Bahnhofes Treibach liegt die römische Poststation Matucaium (kelt.-röm. "Der gute Platz").

6. Jhdt. n. Chr.: Slawen ziehen ins Land und gründen das Fürstentum Carantanien.

828: Bayern lösen die Slawen als Herrscher in Carantanien ab.

938: Urkunden erwähnen in Althofen eine Burg und am Krappfeld einen Königshof. Diese Besitzungen erhält Hermann, Sohn des Bayernkönigs Arnulf. 15 Jahre später verliert er diese wieder, wegen Hochverrats am deutschen König Otto I.

10.12.953: Der deutsche König Otto I. schenkt dem Salzburger Erzbischof Herold die Burg und den Königshof. Die nächsten 853 Jahre bleibt Althofen im autonomen salzburgerischen Herrschaftsbereich.

1041: Name Altanhooun für Althofen wird erstmals urkundlich erwähnt.

1230: Erzbischof Eberhard II. verleiht Althofen das Niederlags-, das Waag-, und das Mautrecht. Damit wurde der Ort zu einem bedeutenden Umschlagplatz für das Eisen aus dem Hüttenberger Raum.

1246: Der hochstiftische Mauteinnehmer Ramungis wird in den Quellen erwähnt.

1268: Der Markt Althofen wird als solcher urkundlich erwähnt.

1278: König Rudolf erlaubt dem Salzburger Bischof den Markt zu befestigen.

1307: König Albrecht I., erlaubt Erzbischof Konrad IV. den Markt auf den Thomasberg zu verlegen.

1309: König Heinrich VI. bestätigt die Erlaubnis den Markt zu befestigen.

1381: Erzbischof Pilgrim II. bestimmt, dass alles Eisen im salzburgerischen Herrschaftsbereich nach Althofen in den Oberen Markt zur Abwaage kommt und an Althofner Händler zu verkaufen sei.

1400: Erbauung der Kirche in Althofen, zu Ehren des hl. Thomas von Canterbury

ab 15. Jhdt.: Durch die Weiterentwicklung der Eisengewinnung und der Eisenverarbeitung entwickelt sich der Markt zum wichtigsten Wirtschaftszentrum in Kärnten.

1424: Ein sintflutartiger Wolkenbruch fordert in Untermarkt 60 Tote.

1470: Althofen bekommt das Marktrecht verliehen. Damit durfte es den Kerschankirchtagsmartkt, den Martinfreimarkt, den Vieh- und den Krämermarkt abhalten.

1479: Erzbischof Bernhard II. verleiht Althofen ein Marktwappen.

1480: 10 Jahre lang besetzen die Ungarn Althofen, dadurch erlahmt der Eisenhandel.

1511: Die Althofener verlieren in einem Prozess gegen St. Veit das Eisenniederlegungsrecht.

1580: Althofen beginnt selbst mit der Eisenproduktion und errichtet in den Gurkauen ein Hammerwerk.

1608: Karl Veldner legt mit der Gründung des ersten Floßofens in Kärnten den Grundstein für die Treibacher Eisenindustrie.

1698: Der gesamte Hochofenbetrieb kommt in die Hände des Leobener Eisenverlegers Paul Egger.

1753: Max Thaddäus von Egger macht den Betrieb zu einem Weltunternehmen.

1806: Der Markt Althofen wird in eine Staatsherrschaft umgewandelt und damit verliert das Erzbistum Salzburg all seine Güter.

ab 1850: Das Kärntner Eisenwesen kommt in Schwierigkeiten. Die Konkurrenz im In- und Ausland steigt.

1869: Die Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft wird gegründet unter Beteiligung des Werkes Treibach.

1884: Der Feuerwehrverein wird ins Leben gerufen.

1887: Die Hochöfen werden niedergeblasen und die Anlage an eine Holzhandelsfirma verkauft.

1889: 12 Männer gründen die Sängerrunde Althofen.

1895: Der Althofener Radfahrverein wird gegründet.

1897: Carl Auer von Welsbach erwirbt die Eisenhütte. Er errichtet ein Forschungsinstitut und ein elektrisches Kraftwerk an der Gurk.

1898: Carl Auer von Welsbach erfindet die Metallfadenlampe.

1903: Carl Auer von Welsbach erfindet den Cereisen-Zündstein.

1905: Carl Auer von Welsbach entdeckt hier zwei neue Elemente.

1907: Die Treibacher Chemische Werke Ges.m.b.H. wird gegründet.

1912: Einweihung der neuen Schule.

ab 1945: Das Gebiet zwischen dem Alten Markt und Treibach wird besiedelt.

1964: Das Musisch-Pädagogische Bundesrealgymnasium zieht in Töscheldorf ein.

1970: Der niederländische Konzern Philips errichtet einen Fertigungsbetrieb.

1973: Gründung der Handelsschule und der Handelsakademie.

1975: Das Kur- und Rehabilitationszentrum Althofen wird eröffnet.

1980: Das Bundesschulzentrum wird eingeweiht.

1981: Die Tilly Holzindustrie nimmt ihren Betrieb auf.

24.6.1993: Althofen wird zur Stadt erhoben.

1994: Fa. Philips läuft unter dem Namen Neutronics weiter.

1997: Fa. Neutronics fusioniert sich mit Fa. Flextronics.